eBooks verschenken (wie) geht das?
Bücher sind zu Weihnachten neben Parfum, Krawatten und Elektronikgeräten unter den Top-Ten der Geschenkideen. Bei den Printvarianten ist der Weg zum Buchgeschenk ein alter Hut: ich gehe in eine Buchhandlung oder shoppe online, wähle ein Buch aus, bezahle, lasse es schön verpacken und fertig ist das Geschenk. Für alle Fälle bewahre ich den Kassenbon noch auf, weil ich weiß, dass ein Umtausch bei „Nichtgefallen“ kein Problem ist.
Bei digitalen Büchern ist das Schenken noch nicht ganz so einfach – warum eigentlich nicht?
… die zwei Themen, die das Verschenken generell tricky machen ist, zum einen der Rechteschutz (DRM) auf den digitalen Büchern, der in der Regel eine einfache Weitergabe nicht erlaubt. Zum anderen muss das digitale Format (epub, pdf, kindle-Format usw.) des eBooks zu dem Lesegerät des/der Beschenkten passen.
Wenn Dir nun bekannt ist, welches Lesegerät Du mit Deinem Geschenk „füttern“ kannst, dann stellt sich die Frage, wo kommt nun das digitale „Futter“ her und wie kann das ablaufen?
Generell versorgen uns alle größeren Online-Buchshops mit eBooks. Bislang ist die Auswahl gegenüber dem gedruckten Sortiment zwar immer noch „mau“, aber die Anzahl der downloadbaren Bestseller ist im vergangenen Jahr immerhin um zehn Prozent gestiegen.
Also geben wir die Idee ein eBook zu verschenken noch nicht auf und machen uns weiter auf den Weg nach dem „wie“.
Die einfachste Art & Weise ein eBook zu verschenken ist die über einen Gutschein. Gutscheine online zu erwerben, ist bei den meisten Shops gar kein Problem und manchmal sehen sie auch ganz trendig aus und man kann auch noch ein persönliches Sprüchlein einfügen; das war’s dann aber auch schon mit dem persönlichen Anteil des Geschenkes. Der Gutschein hat den großen Bonus, dass der/die Beschenkte seine Wahl selber treffen kann. Wer aber einen konkreten eBook-Titel verschenken will – so wie wir es bei seinen Printgeschwistern gewohnt sind – der stößt auf neue Hürden.
Ich habe mich bei über zehn Online-Shops mal schlau gemacht, welche Möglichkeit diese bieten, einen konkreten eBook-Titel zu verschenken: das Angebot hierzu ist mehr als mau – maumau!
Die Mehrzahl (u.a. buch.de, thalia, Libri etc.) empfiehlt den Kauf eines allgemein gültigen Gutscheines.
beam-eBooks und ciando machen den Vorschlag, für den/die Beschenkten einen Account einzurichten, das eBook auf diesen Account zu kaufen und die Zugangsdaten dann dem/der Beschenkten mitzuteilen. Hugendubel und buecher.de schlagen sogar vor, das eBook über den eigenen Account zu kaufen, aber dann nicht selbst herunter zu laden, sondern den/die Beschenkten das Downloaden über meinen eigenen Account zu ermöglichen – na ja, „Zugangsdaten“ unter dem Weihnachtsbaum ist auch noch nicht das, was ich mir unter einem schönen Präsent vorstelle und ob das Anlegen eines Account für einen anderen oder andere in meinen Account reinzulassen eine so super-sichere und saubere Sache ist…?!?
Für alle Fälle gilt Umtauschen ist nicht drin. Hierzu und zu den holprigen bis nicht vorhandenen Möglichkeiten eBooks zu verschenken, müssen sich die eBook-Shops aber noch gehörig was bis zum nächsten großen Geschenkefest einfallen lassen. eBooks sind noch weit von den Top-Ten der Xmas-Geschenke entfernt.
Aber es wäre nicht Weihnachten, wenn da nicht eine Sternschnuppe am Horizont auftaucht, eBooks ohne diesen „Zugangstrara“ verschenken zu können.
Wenn es sich nämlich um eBooks ohne „harten“ Rechteschutz oder gar ohne Rechteschutz handelt, kann man die eBook-Datei auf einen niedlichen kleinen Datenträger speichern, schön verzieren oder einpacken und wunderbar unter den Weihnachtsbaum zu den anderen Geschenken legen.
Kleiner Wermutstropfen aber auch hier: eBooks ohne oder mit weichem Rechteschutz gibt es bislang vor allem von Selbstpublizieren (also Autoren/innen, die ihre eBooks auf der eigenen Webseite oder der von Selbstpublizierer-Shops veröffentlichen); diese Webseiten zu finden, bedeutet eigene Sucharbeit im Netz und die Titel sind natürlich andere, als die über den klassischen Verlags- und Buchhandel.
Aber ich verspreche Euch, das wird sich alles im nächsten Jahr ändern & verbessern!
Sibylle
eBook – Geschenk in letzter Minute,





Hallo,
ich kann mir kaum vorstellen, dass überhaupt jemand versucht ein eBook zu einem bestimmten Anlass zu verschenken. Unpersönlicher geht gar nicht mehr…
Grüße
… ich finde auch, dass man mit Geschenken seine Wertschätzung dann ausdrückt, wenn man sich Mühe gibt und das Geschenk auf den anderen abstimmt.
Ein Buch kann daher für mich ein unpersönliches Geschenk sein, wenn man den nächstbesten Titel nimmt, ohne sich Gedanken zu machen, ob und warum es dem anderen gefallen könnte.
Ein sehr persönliches Geschenk wird das Buch, wenn ich es darauf abstimme, welche Autoren und Genre der andere gerne liest und was ich auch besonders reizvoll finde. Ob das Buch dann in Printversion oder digitaler Version verschenkt wird, ist egal (außer der andere hat kein Lesegerät – dann ist die Wahl eingeschränkt oder ich schenke das Lesegerät gleich mit). Ein Buch ist für mich der Inhalt und nicht die Hülle.
Danke für Deine Anregung & Grüße!
Sibylle
Nachtrag:
Habe noch von kobobooks.com die Info bekommen, dass man bei Ihnen direkt nach der Titelauswahl die Option ‘Dieses Buch als Geschenk senden’ auswählen kann. Mit dem Bezahlen und der Angabe der Empfänger-eMail-Adresse bekommt dann wohl anschließend der/die Auserwählte eine eMail von kobobooks mit Zugangsoption. Schonmal eine Verschenkoption mehr…
Ich habe mir letztens eine sogenannte ebookcard (Ist wohl eine Geschenkekarte für einen bestimmtem Titel) beim Buchhandel “Buch Greuter” gekauft. Konnte es auf meinen eBook-Reader direkt überspielen und lesen. Dazu muss man auf http://www.ebookcards.de gehen und den Downloadcode eingeben. Nach Eingabe der E-Mailadresse bekommt man den Downloadlink zur eBook-Datei zugeschickt.
Finde es eine tolle Sache und dies könnte man auch verschenken, da es auch hübsch verpackt ist wie eine Grusskarte. Sowas ist viel besser als irgendein 20 € Gutschein.
Hinterlasse einen Kommentar